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EAC in Banja Luka: gemeinsames Engagement für mehr Sicherheit

Bis 2030 soll die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu 2019 halbiert werden – so das Ziel der EU und der UN. Im Jahr 2022 sind EU-weit rund 20.600 Menschen ums Leben gekommen, 10 % weniger als noch 2019. In manchen EU-Mitgliedstaaten und Bewerberländern zeigen sich allerdings gegensätzliche Trends:


In Osteuropa verunglücken überdurchschnittlich viele Menschen bei Verkehrsunfällen. Bosnien und Herzegowina liegt mit 67 getöteten Personen pro 1 Mio. Einwohner weit über dem EU-Durchschnitt (45).

Verkehrstote pro 1 Mio. Einwohner

Besonders häufig verunglücken junge Erwachsene und Fahranfänger. Einer von vier Verunglückten im Straßenverkehr ist zwischen 15 und 30 Jahre alt. Mehr als ein Viertel aller Verkehrsunfälle werden von jungen Lenkern und Fahranfängern verursacht.

Wie diesem Trend entgegengewirkt werden kann – darüber hat sich EAC-Präsident Holger Küster mit dem Verkehrsminister der Republik Srpska, Nedeljko Čubrilović, Repräsentanten der Fahrschulen, der Traffic Safety Agency und der Polizei, sowie Vertretern des AMS RS, EAC-Mitglied aus der Republik Srpska, ausgetauscht.


EAC-Präsident Holger Küster im Gespräch mit Nedeljko Čubrilović


 

Vorbild Österreich: Mehrphasen-Ausbildung für Republik Srpska


Um die überproportional hohe Unfallbeteiligung von jungen Autofahrern zu reduzieren, spricht sich der EAC für eine Übernahme der sogenannten Mehrphasen-Ausbildung aus Österreich aus.


Die Mehrphasen-Ausbildung von Fahranfängern sieht vor, dass innerhalb eines Jahres nach Erwerb des Führerscheins zwei Perfektionsfahrten und ein Fahrsicherheitstraining, verbunden mit einem verkehrspsycholgischen Gespräch absolviert werden müssen. Seit 2003 setzt Österreich auf eine verpflichtende zweite Ausbildungsphase bei Fahranfängern

- mit Erfolg:


Die Zahl der verletzten jungen Autofahrer hat sich seit Einführung der Mehrphasenausbildung um 63% verringert.


"Die Mehrphasenausbildung hat in Österreich erheblich zur Senkung der Unfallzahlen beigetragen."

Günther Schweizer, EAC Vize-Präsident

Viele Verkehrsunfälle ließen sich durch eine Verhaltensänderung vermeiden. Deshalb setzen der EAC und seine Mitglieder auf Prävention – vor allem bei jungen Autofahrern.

ARBÖ Fahrsicherheitszentrum Wien

Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ), EAC-Mitglied, bereitet Fahranfänger in Fahrsicherheitszentren durch praxisorientierte Übungen und einem verkehrspsychologischen Gruppengespräch auf den Fahralltag vor – Expertenwissen, mit dem der ARBÖ den AMS RS vor Ort in der Republik Srpska, eine von zwei Entitäten von Bosnien und Herzegowina unterstützen möchte.


„Die rückläufige Entwicklung verdeutlicht die positiven Effekte einer ganzheitlichen, professionellen Begleitung und Sensibilisierung von Fahranfängern – ein vielversprechendes Modell für die Republik Srpska“

Holger Küster, EAC President



Eine ARBÖ - Studie verdeutlicht, dass Fahranfänger nach Kursende in der Lage sind in Notsituationen entsprechende Abwehrhandlungen einzuleiten und erfolgreich für die Korrelation zwischen gefahrener Geschwindigkeit und erfolgreicher Unfallvermeidung bzw. Unfallfolgen sensibilisiert wurden. Häufige Unfallursachen wie Vorrangverletzungen, nichtangepasste Geschwindigkeit, Ablenkung und zu geringer Abstand können so präventiv vermieden werden.













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