Der EAC und der ACV: Starke Partner für Europa

Der ACV Automobil-Club Verkehr ist einer der größten Automobilclubs in Deutschland und vertritt als moderner Mobilitätsdienstleister die Interessen seiner aktuell rund 450.000 Mitglieder (Stand: November 2019). Im Zentrum steht dabei die individuelle Mobilität als unverzichtbaren Grundpfeiler der modernen Gesellschaft. Dazu bezieht der ACV in seiner Kommunikation, in Interviews, Gesprächsrunden und Kampagnen regelmäßig Stellung. Traditionell besteht eine enge Beziehung zur DEVK Versicherung, die den ACV 1962 gegründet hat. Seitdem hat sich ein weit verzweigtes Netzwerk entwickelt, mit aktiver Beteiligung des ACV in zahlreichen Gremien und Verbänden aus Industrie, Wirtschaft und Politik, etwa beim Deutschen Verkehrsgerichtstag, im Deutschen Verkehrsforum, im Deutschen Verkehrssicherheitsrat oder im Senat der Wirtschaft.


Der ACV ist Gründungsmitglied im EAC


Schon früh haben die Verantwortlichen beim ACV erkannt, dass darüber hinaus auch eine starke Stimme in europäischen Fragen wichtig ist. Deswegen ist man beim ACV stolz darauf, zu den Gründungsmitgliedern der European Automobil-Clubs (EAC) zu gehören. Die vergangenen zehn Jahre haben gezeigt, dass Fragen der Europapolitik nicht mit nationalstaatlichen Alleingängen gelöst werden können. Hier sei nur das Stichwort Maut genannt. Bis heute hat die Politik es nicht geschafft, eine einheitliche, harmonische Lösung für die Bürgerinnen und Bürger der EU zu finden. Ein anderes, noch dringenderes Problem ist der Klimaschutz und der damit verbundene Beitrag des Verkehrssektors. Gemeinsam mit seinen Partnern im EAC kämpft der ACV für eine bessere, nachhaltige und preiswerte Mobilität in Europa. Für die Arbeit im EAC engagieren sich ACV Geschäftsführer Holger Küster (Bild 2) und der verkehrspolitische Sprecher Gerrit Reichel (Bild 3).



Eine wichtige Forderung betrifft die umfangreiche Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur. Mit Blick auf die Großstädte propagiert der ACV den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel, inklusive Fahrrad als Alternative zum motorisierten Individualverkehr, fordert zugleich aber auch entsprechende attraktive Angebote ein. So sollten die Kapazitäten von Park & Ride-Parkplätzen deutlich erhöht, die Preise für die Nutzung des ÖPNV gesenkt werden. Für die verstärkte Nutzung des Fahrrades müssten erhebliche Verbesserungen des Radwegenetzes erfolgen. Am Beispiel der Stadt Köln hat der ACV das Fehlen eines Masterplans für den Verkehr kritisiert. In Bezug auf umweltfreundliche Antriebe setzt der ACV nicht nur auf Elektromobilität sondern auch auf das Potenzial anderer Technologien wie Hybrid-, Gas- und Wasserstoffautos. Für seine Mitglieder hat der ACV deshalb einen Drive-o-Mat entwickelt, der für den Nutzer die persönlich beste Lösung ermittelt.


Vision Zero und Project Edward: Kampf für mehr Verkehrssicherheit


Ein weiterer Schwerpunkt in der verkehrspolitischen Arbeit des ACV ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) spricht sich der ACV für die Vision Zero aus, eine Sicherheitsstrategie mit dem Ziel “Alle kommen an, keiner kommt um”. Der ACV kämpft aktiv gegen Gefahren im Straßenverkehr, etwa durch Sekundenschlaf oder Ablenkung am Steuer. Als EAC-Mitglied hat sich der ACV 2019 zudem aktiv am Project Edward beteiligt, einer Aktion mit dem Ziel, für einen Tag die Zahl der Verkehrstoten auf null zu bringen.


Grundsätzlich ist nach Überzeugung des ACV stets ein Dreiklang verschiedener Ansätze nötig, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen: 1. Der Einsatz innovativer Technologien, etwa Assistenzsysteme, 2. Die Überprüfung des rechtlichen Rahmens und ggf. eine Verschärfung der Strafen bei gravierenden Verkehrsverstößen sowie 3. Die kontinuierliche Aufklärung der Verkehrsteilnehmer mit dem Ziel, eine Verhaltensänderung zu bewirken, etwa beim Thema Handy am Steuer.


Der ACV kritisiert die immer weiter um sich greifende Bevormundung der Autofahrer. Hierzu erklärt der ACV Geschäftsführer Holger Küster: „Es kann nicht sein, dass praktisch jeden Monat ein neues Thema auftaucht, welches dann die allgemeine verkehrspolitische Hysterie zu Lasten der individuellen Mobilität weiter anheizt. Deutschland braucht in der Verkehrspolitik keine immer neuen Limits und Verbote, sondern intelligentere Lösungen.” Einer Einschränkung der individuellen Mobilität, insbesondere auch einem generellen Tempolimit auf Autobahnen, erteilt der ACV eine klare Absage.


Für die Zukunft: Engagement und Geschlossenheit


Mit Blick auf die Zukunft des EAC erklärt Holger Küster: „Ich wünsche mir, dass es dem EAC gelingt, den Bürgerinnen und Bürgern der EU noch stärker als bisher verkehrspolitische Themen zu vermitteln. Der EAC hat die große Chance, auf wegweisende Entscheidungen Einfluss zu nehmen und unser aller Mobilität intelligent mitzugestalten, über Ländergrenzen hinweg. Dafür braucht es Geschlossenheit und Engagement. Der ACV wird dazu seinen Beitrag leisten.“


Beitrag verfasst von Gerrit Reichel, ACV, 7.11.2019.

Englische Übersetzung von Garunya Wieczorek, EAC, hier verfügbar.

Brussels Office

Avenue Michel-Ange 69
1000 Brussels, Belgium
Phone: +32 (0) 2 734 1562

Berlin Office

Leipziger Platz 8

Mailbox: Erna-Berger-Str. 5

10117 Berlin, Germany
Phone: +49 (0) 30 95 998 648
Fax: +49 (0) 30 39 840 080

  • White Twitter Icon
  • White LinkedIn Icon
  • White Facebook Icon

©2019 by EAC European Automobile Clubs.