Die Bedeutung des Individualverkehrs

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Der öffentliche Nah- und Fernverkehr wurde im Zuge der Pandemie vielerorts reduziert und ausgesetzt, zudem gilt er durch die zwangsläufig höhere Personendichte als riskant. „Was bleibt, ist der Individualverkehr, also der Rückgriff auf das Auto, Motorrad, Fahrrad oder Zu-FußGehen.“, stellte EAC Präsident Bernd Opolka im April eindeutig fest und betonte, „Individualmobilität ist heute mehr denn je unverzichtbar. Für die zwingend notwendige Mobilität, wie etwa für den Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder Arztbesuch, gibt es oftmals für das eigene Auto keine Alternative, die gleichermaßen geeignet und zweckdienlich ist. Man ist allein unterwegs und kann die relativ überschaubare Ansteckungsgefahr, wie etwa beim Laden oder Tanken, durch die Einhaltung der bekannten Hygienevorschriften auf das Minimum senken.“


Dies zeigt sich nun auch in einigen Daten, welche bei Euractiv.com veröffentlicht wurden. In einer Analyse für Reuters sagte der Online-Automarkt AutoScout24, dass die Internetsuche nach älteren Autos seit dem Sommer stark zugenommen habe. Die Daten zeigten zum Beispiel, dass in den Monaten Juli bis September die Onlinesuche nach Fahrzeugen, die älter als 20 Jahre sind, in Frankreich um 80 Prozent, in den Niederlanden um 77 Prozent und in Belgien um 59 Prozent angestiegen ist. AutoScout24-Chef Edgar Berger sagte, dass die „individuelle Mobilität“ für die Verbraucher in diesen Märkten wegen der Pandemie zwar wichtiger geworden sei, dass sie aber auch wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit vorsichtiger geworden seien.


Die wichtige Rolle des Individualverkehrs wurde zwar in Zeiten der Pandemie bestätigt, jedoch ergeben sich bei der Zunahme älterer Autos auf den Straßen sowohl Sicherheits- als auch Umweltbedenken. Alte Autos bedeuten auch weniger Sicherheitstechnologien und somit möglicherweise mehr Unfälle und mehr Unfälle mit schlimmeren Folgen. Hinzu kommt, dass ältere Autos auch schlechtere Umweltbilanzen haben und somit ambitionierte Emissionsziele gefährden könnte. Laut Greenpeace Aktivist, Sam Chetan-Welsh, sei jedoch die Verlagerung weg von öffentlichen Verkehrsmitteln ein größeres Umweltproblem als ältere Autos auf der Straße, da der höhere Verkauf neuer, größerer Sportfahrzeuge die Fahrzeugemissionen ohnehin relativ unverändert gelassen habe.

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