Verkehrssicherheit in der COVID-Übergangszeit

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Die Corona-Krise hatte beispiellose Auswirkungen auf den Verkehr und die Mobilität der europäischen Bürger und brachte das Reisen für mehrere Wochen weitgehend zum Erliegen. Während der Krise hat sich unser Reise- und Mobilitätsverhalten stark verändert und „Individualmobilität ist heute mehr denn je unverzichtbar“, wie EAC-Präsident Bernd Opolka Ende April betonte. „Für die zwingend notwendige Mobilität, wie etwa für den Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder Arztbesuch, gibt es oftmals für das eigene Auto keine Alternative, die gleichermaßen geeignet und zweckdienlich ist. Man ist allein unterwegs und kann die relativ überschaubare Ansteckungsgefahr, wie etwa beim Laden oder Tanken, durch die Einhaltung der bekannten Hygienevorschriften auf das Minimum senken.“ „Die Krise hat uns einen neuen Blick auf unsere Mobilität ermöglicht“, so EAC-Vizepräsident Holger Küster. „Plötzlich bekommen wir unmissverständlich den Beweis dafür, wie wichtig ein breites Angebot an Verkehrsmitteln ist. Wenn Busse und Bahnen nicht mehr uneingeschränkt nutzbar sind, darf sich glücklich schätzen, wer noch ein eigenes Auto besitzt. Jetzt zeigt sich, dass einseitige pauschale Forderungen nach einer Verdrängung des Automobils der falsche Weg sind.“


Auch die Hochrangige Gruppe für Straßenverkehrssicherheit der EU stellte eine Veränderung der Mobilität fest: „Es gibt nun klare - und willkommene - Anzeichen dafür, dass die Wirtschaftstätigkeit wieder zunimmt und die Mobilität im Straßenverkehr entsprechend zunimmt. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass mehr Menschen individuelle Mobilitätsformen wie das Auto nutzen - aber es gibt auch mehr Zufußgehen und Radfahren - und weniger öffentliche Verkehrsmittel benutzen.“


Doch Mobilität in Europa wird sich auch in den kommenden Wochen und Monaten weiter verändern, wenn Europa sich allmählich aus dem Krisenmodus in eine Übergangszeit, eine Zeit der graduellen Normalisierung, begibt. Straßenverkehrssicherheit ist dabei ein essenzieller Bereich, die berechtigt während der Hochphase der Krise zu Recht aufgeschoben wurden.


Die Hochrangige Gruppe für Straßenverkehrssicherheit der EU hat daher am 16. Juni eine Diskussion über die Straßenverkehrssicherheit in der COVID-Ära geführt und sich auf informelle Schlussfolgerungen geeinigt, in denen gemeinsame Grundsätze für die bevorstehende Übergangszeit festgelegt werden:

  • zeitnahe Daten über Verkehrsaufkommen, Unfallopfer usw. erhalten;

  • Ausnahmen von Verkehrssicherheitsregeln einschränken;

  • Wiederaufnahme der ordnungsgemäßen Rechtsdurchsetzung;

  • Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens in den öffentlichen Verkehr;

  • sichere, aktive Mobilität konsolidieren;

  • Investitionen in die Verkehrssicherheit sichern;

  • flexible Regierungsführung; und

  • Kommunikation.

Weiterführende Links:

#COVID #Straßenverkehrssicherheit #Mobilität #Verkehr

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