Vorschriften für automatisiertes Fahren

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Im Rahmen der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) haben sich 53 Länder, darunter auch die EUMitgliedstaaten, auf gemeinsame Regelungen zur so genannten "Level 3"- Fahrzeugautomatisierung geeinigt, d.h. Fahrzeuge, die einige Fahrfunktionen übernehmen können, darunter auch eine obligatorische Black Box.


Auf den Stufen 3 bis 5 ist das Fahrzeug voll automatisiert, was bedeutet, dass der Fahrer nicht fährt, wenn die automatisierten Systeme eingeschaltet sind, sondern jederzeit einspringen kann und auf Anforderung des Systems übernehmen muss. Zum Vergleich: Teslas Autopilot ist auf Stufe 2, wo vom Fahrer erwartet wird, dass er seine Aufmerksamkeit auf den Verkehr richtet. Auf Stufe 4 muss ein Fahrer zumindest in begrenzten Bereichen nicht bereit sein, schnell einzugreifen, während die Fahrzeuge auf Stufe 5 völlig autonom sind.


Japan, das bei der Ausarbeitung der Verordnung zusammen mit Deutschland federführend war, wird die verbindlichen Vorschriften anwenden, sobald sie im Januar 2021 in Kraft treten. Die Europäische Kommission, die neben Frankreich, Kanada und insbesondere den Niederlanden ebenfalls an dem Projekt beteiligt war, sagte, die Vorschriften würden in der EU zu einem unbestimmten, späteren Zeitpunkt gelten, so die UNECE.


Die Vorschriften legen strenge Anforderungen an automatische Spurhaltesysteme (ALKS) fest, die das Fahrzeug steuern können, wenn der Fahrer mit angelegtem Sicherheitsgurt hinter dem Lenkrad sitzt. Die Regeln stellen sicher, dass die ALKS nur auf Straßen aktiviert werden kann, die mit einer physischen Trennung ausgestattet sind, die den Verkehr in entgegengesetzte Richtungen trennt, wo Fußgänger und Radfahrer verboten sind. Sie legen auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Kilometer (37 Meilen) pro Stunde fest. Darüber hinaus schreiben sie vor, dass die Fahrzeuge mit einem Datenspeichersystem für automatisiertes Fahren, der so genannten "Black Box", ausgestattet sein müssen, das aufzeichnet, sobald das ALKS aktiviert wird. Bildschirme für andere Aktivitäten als das Fahren werden automatisch abgeschaltet, sobald der Fahrer wieder die Kontrolle übernimmt. Die Autohersteller müssen auch Systeme zur Erkennung der Fahrerverfügbarkeit einführen, die die Fähigkeit des Fahrers überwachen, die Kontrolle über das Fahrzeug wieder zu übernehmen, unter anderem durch Augenblinzeln und Schließen. ALKS wird auch die Anforderungen an Cyber-Sicherheit und Software-Aktualisierung erfüllen müssen, die in zwei weiteren neuen UN-Regelungen festgelegt sind, die ebenfalls kurz darauf verabschiedet wurden.

Weiterführende Links:

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